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| SA-6 AS-201 AS-202 AS-203 1 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 ASTP Skylab | |||||||||||
Apollo 1 - Alles reine Routine, oder doch nicht?Das Training lief genauso wie ein echter Raumflug ab, ebenso der Countdown. Alle Plätze der Startzentrale waren besetzt. Bodentests waren für die Astronauten aber nicht aufregend, sondern eher ermüdend. Beim Training dauerte die Wartezeit bis zum simulierten Start dreimal so lang wie vor einem tatsächlichen Weltraumunternehmen.
Der SchreckensberichtWas hatte diese furchtbare Katastrophe verursacht? Sieben Monate später ergab ein 3000 Seiten dicker Abschlußbericht keinen exakten Befund. Eine Verkettung verschiedenster Umstände hätte das Unglück ausgelöst. Die Analyse ergab aber eine erdrückende Fülle an Fahrlässigkeit und Leichtsinn. Die Experten vermuteten einen Kabelbrand in einem Schacht unterhalb der Sitze, verursacht durch einen Kurzschluß. Infolge der reinen Sauerstoff-atmosphäre mit einem Überdruck von 0,1 bar lag die Brandgefahr weitaus höher als bei normaler Luft. Der Überdruck hatte den Zweck, Staub und Schmutz aus dem Schiff abzuhalten. Kabel-Isolierungen, die Auskleidung des Schiffs, die Sitze und weiteres brennbares Material fingen schnell Feuer. Die auf ihren Sitzen angeschnallten Astronauten konnten aber durch die vorhandene Schwerkraft ihre Sitze kaum verlassen und die Kabinentür öffnen. Diese konnte man erst nach Minuten und nur von außen öffnen. Die FolgenAls Konsequenz wurde der Innenraum der von North American gebauten Kapsel umkonstruiert. Unbrennbare oder schwer entflammbare Kunststoffe ersetzten brennbare Plastikteile - elektrische Relais und Schaltkontakte wurden funkensicher gemacht. Man entwickelte sogar unbrennbares Schreibpapier. Die Kabinentür wurde durch eine Neukonstruktion ersetzt: Nun konnten die Astronauten innerhalb von Sekunden die Luke von innen öffnen. Mit einem Hebeldruck kann das Raumschiff entlüftet, der Strom abgeschaltet und die Einstiegsluke automatisch geöffnet werden. Statt reinem Sauerstoff enthielt die Kabinenatmosphäre bei Tests von nun an ein Stickstoff-Sauerstoff-Gemisch mit einem Verhältnis von 60:40. Im geschlossenen Raumanzug atmen die Astronauten aber wie bisher reinen Sauerstoff. Auch die Anzüge wurden feuersicher gemacht, um den Astronauten lebensrettende Minuten zu garantieren. Bei allen folgenden Bodentests standen außerdem immer Hilfsmannschaften in feuerfesten Asbest-Anzügen bereit. Robuste Panzerwagen wurden entwickelt, die auch durch größte Feuerwände bis zur Rakete kommen konnten. Auf dem Wartungsturm wurden Wassersprinkler und Schnellfluchtwege installiert. Im Startturm schuf man hitzebeständige Rettungskammern. Installiert wurden auch noch eine stählerne Rutsche und eine Seilbahn, um Astronauten und Rettungsteams schnellstens aus dem Gefahrenbereich zu bringen. Die Katastrophe von Cape Kennedy verzögerte das Apollo-Programm um 10 Monate. Der tödliche Vorfall traf die NASA unerwartet und brachte nach der Untersuchung einige personelle Änderungen mit sich. Grissom und Chaffee wurden auf dem Heldenfriedhof von Arlington bei Washington bestattet, White hat seine Grabstätte auf dem Friedhof der Militärakademie von Westpoint. Vier Kinder verloren ihre Väter, drei Witwen ihre Männer.
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