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Apollo 12 - Die Zweiten auf dem Mond

Kommandant:
Charles Conrad

Pilot:
Richard F. Gordon

Pilot der Landefähre:
Alan L. Bean

Missionskosten:
375 Millionen Dollar

Landeort:
Oceanus Procellarum

Start:
14.11.1969

Dauer:
10 Tage 4 h 36 min 24 s

Name des Landemoduls:
Intrepid

Name des Kommandomoduls:
Yankee Clipper

Aufenthalt auf dem Mond:
31 h 31 min

Vom Blitz getroffen

Der Flug von Apollo 12 endete beinahe schon Sekunden nach dem Abheben. Ein Blitz schlug in die Saturn V Trägerrakete ein und setzte die gesamte Bordelektronik außer Betrieb. Sekunden später war die Stromversorgung aber wieder intakt - Houston entschied, die Mission weiterzuführen.
Das Ankoppeln des Landemoduls an die Kommandokapsel und der Flug zum Mond verliefen aber ohne Probleme.

Apollo 12 landete genau am Zielpunkt - 183 m von der Mondsonde Surveyor 3 entfernt. Conrad und Bean unternahmen zwei EVAs zu je 4 h. Dummerweise wurde die Fernsehkamera zu Beginn des ersten EVAs in die Sonne gerichtet und fiel aus. Durch das Mißgeschick von Alan Bean gab es keine Fernsehbilder vom Mond.

Mondgestein und Bohrproben wurden eingesammelt und außerdem eine wissenschaftliche Station namens ALSEP aufgestellt. Die Station beinhaltet ein Magnetometer, Spektrometer, Ionenmessgeräte, Seismometer, Staubmeßgeräte und Wärmemessgeräte. Ebenso wie bei Apollo 11 wurde ein Laserreflektor aufgestellt. Das zurückgelassene ALSEP lieferte bis 1977 noch wissenschaftliche Daten über den Mond an die Erde.

Besuch bei Surveyor

Bei der zweiten Exkursion marschierten Conrad und Bean zur unbemannten Mondsonde Surveyor 3, die bereits vor zwei Jahren hier landete. Die Sonde war noch in gutem Zustand. Die Astronauten montierten die TV-Kamera und die Schaufel ab und nahmen sie mit in die Landefähre. 
Nach 31h und 31min Mondaufenthalt startete Intrepid wieder vom Mond und dockte dann am Mutterschiff Yankee Clipper an. Die Landefähre wurde wieder abgedockt und kontrolliert zum Absturz gebracht. Der Aufschlag auf dem Mond wurde durch die installierten Seismometer gemessen. Zur allgemeinen Überraschung vibrierte der Mond 15 min lang nach dem Aufschlag. Daraus konnte man schließen, dass der Mond bis in größere Tiefen aus Geröll statt aus gewachsenem Gestein besteht.

Die Astronauten brachten insgesamt 35 kg Mondproben und 7 kg Material der Surveyor-Sonde zur Erde zurück.



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