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Apollo 8 - Der Mond bekommt Besuch
Kritikpunkt Apollo 8Als die NASA bekanntgab, sie wolle mit Apollo 8 einen bemannten Flug zum Mond durchführen und ihn zehnmal umkreisen, meldeten sich in aller Welt Kritiker zu Wort. Denn bis dahin war die Saturn V nur zweimal erprobt worden, und das Vorhaben sei alles andere als sicher, da die Saturn V bei ihrem zweiten Start teilweise versagte (siehe Apollo 6). Auch die Astronomen meldeten sich zu Wort: Die drei Astronauten könnten nie soviel Material sammeln wie die unbemannten Sonden Luna, Zond, Lunar Orbiter, Ranger und Surveyor. Allerdings war die NASA unter einem riesigen Zeitdruck, da die Sowjets mit den Zond-Sonden bewiesen, daß sie auch bald eine bemannte Mission zum Mond durchführen könnten.
Zum MondAm 21. Dezember 1968 herrschte ideales Startwetter: Das Thermometer zeigte 12° Celsius und ein wolkenloser, blauer Himmel sorgte für schönstes Wetter. Apollo 8 hob planmäßig um 13.51 MEZ von Startkomplex 39 ab. 500 Millionen Menschen konnten vor den Bildschirmen das Aufsteigen der Saturn V miterleben. Nach zwei planmäßigen Erdumläufen erfolgte der 'TLI' - die Zündung des Triebwerks, um der Erdanziehungskraft zu entgehen und Richtung Mond zu fliegen. Das Raumschiff erreichte während der Reise fast die zweite kosmische Geschwindigkeit (39 360 km/h). Die erste bemannte MondumrundungDer Flug erreichte seinen ersten Höhepunkt am 24.12.1968 um 10.59 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt war das Einschwenken in die Mondparkbahn vorgesehen. Die Computer an Bord und in Houston überprüften nochmals die Flugbahn. Die Kapsel konnte nur hinter dem Mond in diese Bahn einschwenken. Die Astronauten mußten diese Aktion allein durchführen, da wegen des Mondes kein Funkkontakt zustande kommen konnte. Apollo 8 trat in den Funkschatten des Mondes für 45 min ein. Um 11.24 Uhr meldete sich Borman wieder: 'Wir haben eingeschwenkt, alles ok.'
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