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Startvorbereitungen
Start ins Ungewisse
Der Weg zum Mond
Die Auserwählten
Einschuss in den Mondorbit Die Landung one small step ... Leben an Bord Die Menschen dahinter Zurück auf der Erde Epilog |
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Kapitel 2 - Start ins Ungewisse - 2/316. Juli 1969Die heiße Phase des CountdownsIn der Startzentrale nahmen nun die obersten Chefs ihre Plätze ein: Dr. Kurt Debus, Direktor des Kennedy Space Center; Jack King, der offizielle Sprecher des Startkontrollzentrums; Dr. Hans Gruene, der aus Braunschweig stammende, für die Montage der Saturn V verantwortliche Ingenieur; der österreichische Dr. George Low, Chefmanager des Apollo-Programms; schließlich noch Rocco Petrone, der Startleiter.
T-16:00 min. Das Apollo-Raumschiff wird auf Bordstrom umgeschaltet. Brüllender StartNoch halten die übermannshohen Stahlklammern die Rakete auf der Abschußrampe fest. Noch ist es auf der Ehrentribüne ruhig, die Schallwellen des orkanartig ausbrechenden Feuersturms haben die 5 Kilometer entfernten Gäste noch nicht ereilt. Die Stahlklammern schlagen zurück, gleichzeitig schwenken die oberen Brücken des Startturms zur Seite, Kabelanschlüsse lösen sich. Die 110m hohe Rakete erhebt sich langsam majestätisch. Von ihren Flanken lösen sich zentimeterdicke Eisplatten - Kondenswasser, das an den Isolierwänden rund um die Tanks gefroren war. Das Eis verdampft kurz darauf als es die Flammengrube erreicht. Nun schießen auch Wasserfontänen aus dem Startturm, um ihn zu kühlen. Mit einer millionstel Sekunde Verspätung hebt um 9.32 Uhr Ortszeit die Saturn V von der Startrampe ab. 'Lift off, we have lift off' schallt Jack Kings Stimme aus dem Lautsprecher - Jubel bricht aus. Hunderttausende Menschen die den Start verfolgten, brechen in Freudentaumel aus. Das Donnern der Triebwerke erreicht nun die Ehrentribüne. Die Erde bebt. Aus dem Inferno von Qualm, Wasserdampf und Flammen steigt die Saturn V mit dem Apollo 11 Raumschiff an ihrer Spitze in den Himmel.
Das Abenteuer beginntApollo 11 war auf dem Weg. Armstrong, Collins und Aldrin wurden auf ihren Liegesitzen regelrecht durchgeschüttelt. Alle fünf Triebwerke arbeiteten mit voller Schubkraft: 13.000 Liter Treibstoff pro Sekunde verbrannten. Die Pulsfrequenz der drei Astronauten beschleunigte sich auf 110 bei Armstrong, 99 bei Collins und 88 bei Aldrin. Dann kam die erste Meldung Armstrongs: 'Wir fühlen uns sehr wohl. Alles in Ordnung.'
161 Sekunden lang arbeiteten die Raketentriebwerke der ersten Stufe. 2150 Tonnen Treibstoff verbrannten und brachten das Raumschiff auf eine Höhe von 61 km. Bei 9.900 km/h war Brennschluss. Die 42 Meter lange Boosterstufe 1 wurde mittels Sprengbolzen abgesprengt, blieb zurück und stürzte sieben Minuten später in den Atlantik. Die zweite Stufe, ebenfalls mit fünf Triebwerken bestückt, zündete und brachte das Raumschiff auf eine Höhe von 182 km und eine Geschwindigkeit von 24.000 km/h. 390 Sekunden nach dem Start hat die zweite Stufe ihre 447 t Treibstoff verbraucht und wurde abgesprengt.
Die Arbeit in der Startzentrale des Kennedy Space Centers war erledigt. Es übernahm nun das Flugkontrollzentrum in Houston, das den kompletten Flug außer dem Start leitete - hier liefen alle Entscheidungen bezüglich des Fluges zusammen.
Neben dem Platz des Flugdirektors in der letzten Reihe saß der diensthabende Chefarzt, der den Gesundheitszustand der Astronauten überwachte. Daneben saß der CAPCOM (Capsule Communicator), ein Astronaut, der den Funkkontakt mit dem Raumschiff hielt. An anderen Terminals saß das zuständige Personal für Bahnberechnungen, Navigation, Antriebssysteme, Überwachung der Drucksysteme und Temperaturen, Sauerstoffversorgung etc. Die Flugleitung war auf diese Weise besser über die Situation von Apollo 11 informiert als die Astronauten selbst. Zudem gab es weitere 14 Kontrollstationen auf dem Globus verteilt, vier Schiffe zur Funkverbindung sowie Radarflugzeuge zur Überwachung der Parkbahn, wo sich Apollo 11 nun befand.
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