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Startvorbereitungen
Start ins Ungewisse
Der Weg zum Mond
Die Auserwählten
Einschuss in den Mondorbit Die Landung one small step ... Leben an Bord Die Menschen dahinter Zurück auf der Erde Epilog |
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Kapitel 2 - Start ins Ungewisse - 1/316. Juli 1969Vor dem Start
Einen Tag wie den 16. Juli 1969 hatte Florida noch nie erlebt. Menschenmassen aus dem ganzen Land campierten von Daytona Beach bis Melbourne. Zelte, Autos und Wohnwagen aller Größen bedeckten jeden Quadratmeter freier Fläche. Fast 1,5 Millionen Menschen hatten sich versammelt, um den Start der Mondrakete mitzuerleben. Seit Monaten waren alle Hotelzimmer in Titusville, Cocoa Beach, auf Cape Kennedy, Allenhurst und Satellite Beach ausgebucht. In den Verkaufszentren und Supermärkten entlang der Atlantikküstenstraße stand man Schlange um Lebensmittel. Die Restaurants waren Tag und Nacht überfüllt. Bereits am Vorabend brach ein überdimensionales Volksfest an. Von der NASA waren mehr als 5000 Ehrengäste offiziell eingeladen worden, Politiker, Diplomaten, Journalisten aus aller Welt, Radio- und Fernsehreporter, berühmte Kolumnisten und Kommentatoren gaben sich im Space Center ein Stelldichein. Während rund um den Mondhafen ein immer turbulenter werdendes Spektakel ablief, schliefen die drei Helden des Apollo-Unternehmens noch friedlich. In den letzten Tagen vor dem Start wurden sie von der Außenwelt abgeschlossen. Armstrong, Aldrin und Collins sollten vor einer möglichen Infektion geschützt werden. Der Start
Am 16. Juli 1969 wurden die drei Astronauten um 4:15 Ortszeit geweckt. Zum zeremoniellen Frühstück gab es u.a. Steaks, Spiegeleier und Speck. Um 5.15 Uhr erhob sich Armstrong vom Frühstückstisch und gab damit seiner Mannschaft das Zeichen zum Aufbruch. Sie gingen in den Untersuchungsraum, wo Ärzte die letzten Untersuchungen durchführten und Sensoren auf ihre Haut klebten. Nun kam das Ankleidezeremoniell: Beginnend mit der Spezialunterhose mit kleinen Plastiksäckchen am Gesäß für Exkremente und Schlauchanschlüssen für Urin, darüber ein Ganzkörperanzug und schließlich der eigentliche weiße Raumanzug, an welchem Schläuche und Kabel befestigt wurden. Bajonettverschlüsse verbanden Handschuhe, Helm und Sauerstoffgerät mit dem Raumanzug. Voll ausgerüstet fuhren die drei Astronauten im Astronautenbus zum Startkomplex 39a, wo bereits die Saturn V Rakete vollgetankt wartete. Der Mond wartetAls die Sonne über Cape Kennedy aufging, fuhren die Astronauten im Schnelllift an der riesigen Saturn V Rakete entlang hoch zu ihrem Raumschiff. Die Bodenmannschaft war vollends bemüht die letzten Checks der Rakete und ihrer Systeme durchzuführen. Aus Sicherheitsventilen dampfte in weißen Wolken Sauerstoff ab. Man hatte zusätzliche Schichten einlegen müssen: Der silbergraue Anstrich der Rakete war abgeblättert, er mußte in aller Eile erneuert werden. Der Metallanstrich war nötig, um Sonnenwärme zu absorbieren und ein zu rasches Verdampfen des Treibstoffes zu verhindern. Durch halbmeterdicke Schläuche wurde der verdampfende Vorrat an Sauerstoff und Wasserstoff immer wieder ergänzt. Ständig wurde jedes Ventil, jede Leitung, jede Pumpe und Elektronik mittels Sensoren überwacht. Langsam füllte sich die rund 5 km entfernte Ehrentribüne. Fast 5000 Politiker, Diplomaten, Wissenschaftler, Journalisten und Reporter hatten sich eingefunden. Armstrong, Aldrin und Collins gingen über die obere Schwingbrücke hinüber zum weißen Raum vor dem Kapseleingang. In der Kapsel lagen schon seit 4 Stunden ihre Kollegen Lovell, Anders und Haise und hatten nochmals sämtliche Systeme des Raumschiffs überprüft. Ein Händeschütteln, dann Platzwechsel. Unterstützt von zwei Helfern schob sich Armstrong durch die Luke und rollte auf den linken Liegesitz. Danach folgte Aldrin, der den rechten Platz einnahm. Zuletzt nahm Collins auf dem mittleren Liegesitz Platz. Die Astronauten schlossen sich an die bordeigenen Sauerstoff- und Klimaanlagen an. Die Gurte wurden angelegt und Kabelverbindungen hergestellt. Die Helfer klappten schließlich die Luke zu und verschlossen sie mit 12 Riegeln. Die Columbia war ab nun hermetisch von der Außenwelt abgeschlossen.
Die Raumfahrer gingen dann die Checkliste durch. 566 Schalter und Tasten mußten überprüft werden. Es dauerte fast zwei Stunden bis die Checkliste komplett war.
Die Countdown-Uhren zeigten T-39 min. Frank Borman (Apollo 8) und Tom Stafford (Apollo 10) waren die beiden Kommunikatoren (genannt 'CAPCOM') zwischen Raumschiff und Startzentrale. Bei der NASA war es üblich, diese Gespräche immer zwischen Astronauten untereinander abwickeln zu lassen.
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