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Startvorbereitungen
Start ins Ungewisse
Der Weg zum Mond
Die Auserwählten
Einschuss in den Mondorbit Die Landung one small step ... Leben an Bord Die Menschen dahinter Zurück auf der Erde Epilog |
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Kapitel 6 - Die Landung20. Juli 1969Nun folgte der bedeutsamste Tag für die Mission und die Astronauten: Der Tag der Landung. Armstrong und Aldrin verabschiedeten sich von Collins, bevor sie in die Landefähre umstiegen und die Luke verschlossen. In der Landefähre Eagle war kein Platz für Sitzplätze. Beide Astronauten mussten deshalb stehend die Konsolen bedienen. Sie waren nur durch Schlaufen gesichert, durch die sie ihre Füße steckten. Collins hatte hauptsächlich zwei Aufgaben während der Mondlandung: Er hielt die Funkverbindung zwischen Mondlandefähre und Bodenkontrolle, und er steuerte das Mutterschiff Columbia auf der korrekten Umlaufbahn, immer bereit für einen etwaigen Notfall die Mondlandefähre wieder einzufangen. Während der 13. Umkreisung des Mondes erfolgte um 18:45 Uhr die Trennung von Kommandomodul und Landefähre, die jetzt auf den Namen Columbia bzw. Eagle hörten. Kurs: Mare Tranquilitatis
Inzwischen überraschte die TASS (die sowjetische Nachrichtenagentur) Houston mit der Meldung, daß Luna 15 (eine sowjetische unbemannte Mondsonde) zur selben Zeit eine Kurskorrektur erfolgreich abvsolviert hatte, um weich auf dem Mond zu landen. Die Welt war gespannt, wer als erster auf dem Mond landen und mit Bodenproben zur Erde zurückkehren würde.
'You have a GO for landing' hallt es aus Houston an die Eagle. Die CAPCOMs (zuständig für die Kommunikation zwischen Houston und Raumschiff) waren die Astronauten Charles Duke und Douglas Ward.
Der Funkverkehr wird immer wieder von Störungen überlagert, weshalb sich Collins als Übertragungsstation immer wieder einschalten muss.
Duke: Eagle. Houston. Noch 3:30 min bis zur Zündung! Bis zur Zündung noch 3:30min.
Duke: Eure Höhe ist 21.000 Fuß. Sieht immer noch gut aus. Geschwindigkeit runter auf 2.700 Fuß pro Sekunde. 2.000 m über dem Mondboden: ein weiterer Bremsschub. Der Herzschlag von Aldrin geht auf 110 pro min hoch, der von Armstrong auf 90.
Aldrin: Ich bin drauf! Schalte auf Automatik.
Einen Moment lang ist die Bodenkontrolle verunsichert. Dann kommt es eilig: Wir haben GO bei diesem Alarm. Dieser Alarm zeigt den Speicherüberlauf des Computers an, welcher daraufhin abstürzt und Alarm gibt. Stephen Bales in der Bodenkontrolle erkannte aber, daß dieser Alarm harmlos war und gab sein GO.
Aldrin: Ok, wir sind auf GO! Höhe 3.000 Fuß ... 2.000 Fuß ... wir gehen in den Notschaltbereich, 47°.
150 m Höhe und 500 m Entfernung vom geplanten Landeplatz - die Mondoberfläche ist aus den beiden dreieckigen Fenstern der Landefähre zu sehen. Aldrin übernimmt jetzt Handsteuerung. Der Bremsschub hat 7.200 kg Treibstoff verbraucht, die Tanks sind fast leer. Armstrong bleiben noch 75 Sekunden Zeit, sich die genaue Landestelle auszusuchen. Aber die Mondfähre steuert genau auf einen Krater zu. Wenn die Eagle dort bruchlandet, könnte sie umkippen und die Astronauten wären auf dem Mond gestrandet. Tausende Felsbrocken, manche bis zu 30 m groß, bedecken das Gebiet. Armstrong kann hier nicht landen! Armstrong: Ich werde ... Er übernimmt die manuelle Kontrolle, zieht den Steuerknüppel zu sich und steuert die Eagle über den Krater. Aldrin gibt Armstrong währenddessen immer wieder die Höhe und die Sinkgeschwindigkeit durch.
Aldrin: Brems sie ab! Sinken mit 1,5 Fuß/s. Setz sie runter!
35 m Höhe. Der Treibstoff reicht nur noch für 30 Sekunden. Dann senkt Armstrong das LM langsam ab, Staub wirbelt auf.
Aldrin: Kontaktlicht an! Armstrong: Triebwerk aus. Aldrin: Abstiegstriebwerk Übersteuerung aus. Triebwerkszündung aus! 413 ein!
Die Pulsfrequenz hat sich auf 130 Schlägen/min bei Armstrong und bei 156 bei Aldrin gesteigert. Beide Astronauten und die Bodenkontrolle überprüfen nun die wichtigsten Instrumente, ob ein Notfallstart nötig ist. Aber die Instrumente zeigen alles im grünen Bereich! Die ersten Menschen auf dem MondArmstrong betrachtet durch die Fenster die nähere Umgebung: Ja, wir sind hier wirklich in einer Art von Krater gelandet. Um uns herum liegen Felsbrocken zwischen 60cm und 10m Höhe. Wir haben hier eine vorwiegend weiße, öde Wüstenlandschaft. Nur an einigen Stellen ist dieses Weiß in ein Schmutziggrau verwandelt und dunkler. Die Mondfähre ist in einem vorzüglichem Zustand.
Der Krater, in dem Eagle landete, ist 13x5km groß. Die Fähre landete 6,5 km von der geplanten Landestelle entfernt. Die Landefähre war um 4° zur Waagrechten geneigt - für einen sicheren Start sind bis zu 12° erlaubt. Houston verlegte dennoch den Start vom Mond um 5 Stunden vor. Der Grund war austretender Treibstoff, verursacht durch herumwirbelnde Steine bei der Landung. Das Leck war zwar in der nicht mehr benötigten Unterstufe der Mondfähre, man hatte aber die Befürchtung, daß noch mehr Lecks entstanden, so wurde auch die EVA (der Ausstieg auf dem Mond) vorverlegt.
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